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Seminare, die wir auf Anfrage für Gruppen anbieten:   

  • Rhetorik-Seminar  
  • Zeit- und Selbstmanagement-Seminar   
  • Flirt- und Kommunikationskurs    
  • Erlebnisspädagogik- und Spieletag    
  • Konfliktmanagement oder Mediation

   
Wir helfen auch bei der Suche von Praktikumsplätzen, Ausbildungsstellen und Auslandsaufenthalten.   



Berufsorientierungsseminar 2010 PDF Drucken E-Mail

Berufsorientierungsseminar bot tiefe Einblicke in die 14 Grünen Berufe

Vom 29. März - 01. April 2010 führte die Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände Rheinland-Pfalz wieder ein Berufsorientierungsseminar für Grüne Berufe durch. 4 Tage in den Osterferien gab es Informationen für Jugendliche über die 14 Berufe im Grünen Bereich. Mit verschiedensten Methoden wurde informiert über Anforderungen der Berufe, Ausbildungsinhalten, Ausbildungsplatzsituation, Arbeitsmarktlage, Verdienst- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Ein praktischer Einblick in die Berufe konnte bei mehreren Betriebsbesichtigungen, bei Gesprächen mit Praktikern und durch eine Rallye mit Stationen zu den „Grünen Berufen“ gewährt werden. Im Rahmen des Seminars gab es die Möglichkeit, sich mit den eigenen Stärken und Neigungen auseinander zu setzen und zu vergleichen, ob diese mit den Anforderungen des Wunschberufes zusammenpassen. Neben den Informationen zu den Grünen Berufen wurden die Jugendlichen auf die Anforderungen des Arbeitslebens vorbereitet, indem sie sich mit den dort geforderten Kompetenzen beschäftigten.

Die Seminarleiter/innen Sarah Claus, Marcus Becker und Gabriele May konnten am Montag, dem 29.03. 2010 die Teilnehmer/innen und deren Eltern auf der Ebernburg begrüßen. Das Seminar starte mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken zum Kennen lernen.

Danach trafen sich die Jugendlichen mit den Referenten im Seminarraum, während die Eltern und Erziehungsberechtigten mit Volker Feddersen von Bildungsstätte Ebernburg, zeitgleich ein Informationsgespräch führten.

Im Seminarraum wurden nach der Eröffnungsrunde die beruflichen Vorstellungen der jungen Leute abgefragt und über die derzeitige Situation in der Schule gesprochen. Die Referenten erläuterten die Erwartungen der Betriebe an künftige Auszubildende und regten die Teilnehmenden an, sich zum Endspurt in der Schule nochmals besonders anzustrengen. Da persönliche Fertigkeiten bei der Auswahl von Bewerbern immer stärker berücksichtigt werden, gab es im Verlauf der ganzen Seminars immer wieder eingebaute Übungen zu im Berufsleben gefragten Kompetenzen, wie z.B. Teamfähigkeit und persönliches Auftreten. Die Übungen wurden anschließend ausgewertet. Ziel hierbei war, durch die Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich zu verbessern. Dies zog sich durch alle 4 Tage.

Silke Closheim und Hans-Dieter Schäfer von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz stellten am späten Nachmittag die Berufe, die zu den Grünen Berufen zählen vor und ging detailliert auf die von den Teilnehmenden nachgefragten Berufe ein. Dabei war das Ziel , einen realitätsnahen Eindruck von den grünen Berufsbildern zu vermitteln und die Jugendlichen darauf vorzubereiten, sich frei für den zu ihnen passenden Beruf entscheiden zu können.

Das Abendprogramm bot reichhaltige Spiele und Übungen, um sich selbst zu erproben. Hierbei wurden die einzelnen Übungseinheiten im Gespräch reflektiert.

Nach dem Frühstück am Dienstag gab es eine Führung über das Gelände der Ebernburg. Im Anschluss hieran machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gedanken zu ihren Erwartungen an ihren künftigen Beruf. Angeregt wurde, die eigenen Wünsche und Ziele im Leben mit den Ansprüchen und Gegebenheiten des jeweiligen Wunschberufes abzugleichen. Im Laufe der Woche konnte dann überprüft werden, ob die Grünen Berufe diese Wünsche erfüllen und inwieweit Kompromisse im Berufsleben eingegangen werden müssen. Die für viele Schüler/innen neuen Anforderungen an Auszubildende und die Leistungen der ausbildenden Betriebe wurden in einem Vortrag mit anschließender Diskussion verdeutlicht.

Nach dem Mittagessen konnten die praktischen Fähigkeiten in den Grünen Berufen geprobt werden. Eine Rallye, die von der Landjugendgruppe Monzernheim betreut wurde, gab hierzu Gelegenheit. Es wurden handwerkliche Tätigkeiten und Wissen aus dem Berufsalltag der Berufe spielerisch getestet. Die Rallye beinhaltete neben dem beruflichen Teil auch einen Allgemeinwissensteil. Bei den praktischen Stationen wurden Fertigkeiten aus den Grünen Berufen gefordert. So musste z.B. für die Forstwirtschaft das Alter und die Baumart zweier Baumscheiben bestimmt werden. Bei der Station „Weinbau“ galt es, 2 Aromen aus Weißweinen und 2 Aromen aus Rotweinen zu erkennen. Bei der Station „Pferdewirtschaft“ mussten Pferderassen erkannt werden, und die Station „Hauswirtschaft“ bewertete die Fertigkeiten im Kartoffelschälen. Auch Wissensfragen rund um die Berufe mussten beantwortet werden.

Nach  der Rallye stand die Betriebsbesichtigung des Weingutes Brühler Hof in Volxheim auf dem Programm. Winzer Hans-Peter Müller informierte bei einem Rundgang durch Weinberg und Keller über den Beruf des Winzers. Hierbei gab er Einblick in Tätigkeiten, Chancen und Anforderungen.

Tine Albrecht vom Freiwillig Ökologischen Jahr (FÖJ) präsentierte vor Ort den Freiwilligendienst im Grünen Bereich. Einige der Jugendlichen interessierten sich sehr für dieses Angebot und überlegten, dies für sich in Betracht zu ziehen. Bei dem gemeinsamen Abendessen im Weingut konnten die Eindrücke und die Gedanken zur eigenen beruflichen Laufbahn erörtert werden.

Nach der Rückkehr auf die Ebernburg fand die Prämierung der Sieger bei der Rallye statt. Alle hatten gute Ergebnisse erzielt. Es gab Preise für alle Teilnehmenden. Heiter und gemütlich klang der Abend aus

Am Mittwoch startete die Gruppe mit einer Einheit zur beruflichen Eignung jedes/r Einzelnen. Die Referenten arbeiteten mit den Jugendlichen noch einmal intensiver an der eigenen beruflichen Zukunft. Das Anforderungsprofil der Betriebe an Auszubildende wurde verdeutlicht und aufgezeigt. Überrascht waren einige Jugendliche zu erfahren, was Unternehmen in einen Auszubildenden z.B. finanziell investieren. Die Vorgehensweise beim Bewerbungsverfahren wurde zusätzlich erörtert. Die sogenannten „Schlüsselkompetenzen“, das heißt Fertigkeiten wie Freundlichkeit, Verlässlichkeit, Motivation etc. wurden vertiefend besprochen. Jede/r Teilnehmer/in konnte sich diesbezüglich selbst einschätzen und somit feststellen, was er / sie einem Betrieb anzubieten hat.

Einblick in die Tätigkeiten im Garten Landschaftsbau erlangten die jugendlichen Teilnehmenden bei dem Rundgang im Betrieb Rolf Paffrath in Bad Münster am Stein. Das breite Arbeitsgebiet und die vielfältigen Fähigkeiten und Fertigkeiten in diesem Berufsbild wurden detailliert präsentiert und veranschaulicht.

Die Besichtigung des Betriebes Andreas Essich in Bockenau folgte im Anschluss. Der Betriebsleiter und seine Auszubildende erklärten den Tagesablauf und die saisonalen Ablauf in einem landwirtschaftlichen Betrieb sowie die Erwartungen an eine/n Auszubildende/n. Eine Einschätzung über Berufsaussichten wurde abgegeben .

Die Interessierten am Zierpflanzebau konnten ihre Fragen bei der Besichtigung der Gärtnerei Rehner in Bad-Kreuznach stellen. Karl Rehner beschrieb die Aufgaben der Auszubildenen, erklärte die Lernfelder und verwies auf die Motivation, die notwendig ist, um beruflich zum Erfolg zu kommen. Weiter ging es zur letzten Betriebsbesichtigung.

Auf dem Gestüt Bruno Eidam in Erbes-Büdesheim bekamen die Jugendlichen einen guten Einblick in die Tätigkeit des / der Pferdewirt/in. Anschaulich wurde verdeutlicht und die Anforderungen des Berufes dargestellt. Hingewiesen wurde darauf, dass es oftmals nötig ist, von zu Hause weg zu ziehen und gute reiterliche Vorkenntnisse mitzubringen, wenn dieser Beruf erlernt werden soll.

Am Abend bot sich den jungen Leuten die Möglichkeit, jungen Praktikern aus den Grünen Berufen zahlreiche Fragen zu stellen. Christoph Zelder aus der Landjugend gab Auskunft zum Beruf der / des Landwirtes/in, Marc Maleski und Andy Aßmann informierten zur Forstwirtschaft. Markus Kerpen von der Molkerei Hochwald stand Rede und Antwort hinsichtlich der Berufsbilder Molkereifachmannes /Molkereifachfrau und milchwirtschaftliche/r Laborant/in. Die Praktiker/innen gingen detailliert auf die positiven Seiten und auch die Nachteile ihres jeweiligen Berufes und Chancen in den Berufen ein. Die Fragen der Jugendlichen beantworteten alle Praktiker/innen ausführlichst. Somit wurde es recht spät.

Am letzten Seminartag, dem Donnerstag, beschäftigten sich alle noch einmal intensiver mit ihren Fertigkeiten und Stärken. Wie diese mit dem Wunschberuf vereinbart werden können, wurde sich angeschaut. Hierzu gab es noch einmal persönlich abgestimmte Tipps von den Trainern/innen. Hingewiesen wurde auf die Bedeutung der schulischen Leistung und der Motivation. Jede/r notierte für sich die nächsten Schritte hin zum Traumberuf.

Zur Abrundung des Programms wurde noch die überbetriebliche Ausbildungsstätte DEULA in Bad-Kreuznach besichtigt. Neben Informationen und einem interessanten Rundgang bildete ein Geschicklichkeitsfahren einen gelungenen Abschluss des Seminars. Aber ganz vorbei war es noch nicht. Zurück auf der Ebernburg trafen die Jugendlichen ihre Eltern wieder. Es konnten die Erlebnisse der Woche ausgetauscht werden. Im Anschluss fand noch eine Seminarauswertung der Teilnehmer/innen mit den Referenten Anke Gehres und Mike Garmhausen statt, während zeitgleich die Eltern ein Gespräch mit Franz Josef Diel und Gabriele May führten. Angeboten wurde ein Rückblich zum Seminar ebenso wie Einschätzungen und Empfehlungen zu den einzelnen Jugendlichen. Auch wurden auf Nachfrage Kontaktadressen zu Betrieben vermittelt.

Bei der Gruppe der Jugendlichen wurde neben der Auswertung des Seminars nochmals herausgearbeitet, ob und welche neuen oder veränderten Bewertungen zum ursprünglich ausgesuchten Beruf sich während der Seminartage ergeben hatten. Die eigene Einschätzung wurde ebenfalls nochmals angeschaut und Veränderungen beobachtet. Zusätzlich gaben Mike Garmhausen und Anke Gehres den Einzelnen persönlich zugeschnittene abschließende Tipps zur weiteren Vorgehensweise hinsichtlich der Ausbildungsstellensuche bzw. der weiteren Entscheidungsfindung zu einem Beruf mit auf den Weg..

Zum Abschied betonten die TeilnehmerInnen nochmals, dass ihnen die Woche viel Spaß gemacht hat. Sie waren sich nun sicherer mit ihrer Entscheidung für einen Beruf.

Die Landjugend wünscht allen Teilnehmer/innen viel Erfolg für die berufliche Zukunft!!!!

 

 
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TOP-Kurs 2010

Matthias Daun und Matthias Helm erlebten prägende Wochen

(die Fragen stellte Rotraud Weber – Geschäftsführerin Landjugend Rheinland-Nassau am 23.02.2010 in Bonn-Röttgen bei der Andreas Hermes-Akademie)

 Matthias Helm                   Matthias Daun

In jedem Jahr machen sich junge Landwirte und Landwirtinnen aus ganz Deutschland Anfang Januar zur Andreas-Hermes-Akademie in Bonn-Röttgen auf, um den achtwöchigen TOP-Kurs Landwirtschaft und Interessenvertretung für junge Nachwuchskräfte in ehrenamtlichen Führungspositionen zu besuchen. Für alle eine intensive und prägende Zeit. Der Kurs richtet sich an junge Erwachsene aus der Landwirtschaft, die Politik und gesellschaftspolitische Zusammenhänge besser verstehen sich einmischen, mitmischen und die Zukunft mitgestalten und nicht zuletzt für die Interessen der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes eintreten wollen. Aber auch die Entdeckung und das Training von schlummernden Talenten und unternehmerischen Fähigkeiten stellen einen großen Schwerpunkt des TOP-Kurses dar. Die Fortentwicklung von persönlichen Kompetenzen und der souveräne Umgang mit Medien und öffentlicher Meinung sollen durch die Schulung in freier Rede und selbstsicherem Auftreten gefördert werden. Last but not least soll das Ganze natürlich auch noch Spaß machen, Gemeinschaft und neue Freunde bringen und die Neugier auf Unbekanntes wecken.

 Rotraud Weber besuchte die beiden Teilnehmer aus Rheinland-Nassau Matthias Daun und Matthias Helm in ihrer letzten TOP-Kurs-Woche und ließ sich ihre Erlebnisse und Eindrücke schildern:

 Matthias Daun ist 23 Jahre alt und studiert zur Zeit noch Agrarwissenschaften in Bonn. Er kommt aus einen Milchviehbetrieb in Hörscheid im Kreis Daun mit 170 Kühen. Ehrenamtlich ist er Vorsitzender des Arbeitskreises Agrarpolitik der Landjugend Rheinland-Nassau und Vorsitzender der Landjugend Daun, seine Hobbys sind Landjugend und die Beschäftigung mit der Landwirtschaft.

Matthias Helm ist 25 Jahre alt und kommt aus dem schönen Hunsrück, genauer aus Hattgenstein im Kreis Birkenfeld. Der elterliche Betrieb hat die Schwerpunkte Milchviehproduktion und Ackerbau und er möchte sich für das Ehrenamt fit machen. Außerdem spielt er gerne und gut Fußball. Er ist eher durch einen Zufall auf den TOP-Kurs aufmerksam geworden. Der Kreisbauernverband sei auf ihn zugekommen und habe gefragt, ob er als junger engagierter Mann nicht Interesse hätte, sich im berufsständischen Bereich zu engagieren und so sei er zum Top-Kurs gekommen.

 Matthias Daun ist durch einige Ehemalige, die vor ihm den Top-Kurs besucht haben  darauf aufmerksam geworden. Außerdem sei er direkt von der jetzigen Landesvorsitzenden der Landjugend Rheinland-Nassau Kathrin Thönnes darauf angesprochen worden, ob er nicht Lust hätte am TOP-Kurs teilzunehmen.

Letztendlich habe er sich darauf beworben, weil ihn das Angebot sehr gereizt habe und alle, die er auf den TOP-Kurs angesprochen habe gesagt hätten, dass es sich  auf jeden Fall lohnen würde und er es unbedingt machen solle.

Matthias Helm traf die Entscheidung zur Teilnahme, nachdem er das Programm an die Hand bekommen hatte und so sehr begeistert war über die vielen Möglichkeiten und was an Inhalten vermittelt wird. Seine Erwartungen seien im Vorfeld geteilt gewesen. Zum einen die große Ungewissheit, was auf ihn zukomme, aber auch Freude darauf, wie viel  er im TOP-Kurs mitholen könne und wie breit angelegt er für seine spätere Zukunft auf dem Betrieb und im Ehrenamt gerüstet sei. Für Matthias Daun stand die Teilnahme schnell außer Frage, er habe vorher sehr viel erzählt bekommen. Für ihn sei insbesondere interessant gewesen, die ganzen anderen Teilnehmer, Referenten und Institutionen kennen zu lernen und natürlich die ausgedehnten Exkursionen.

Die Erwartungen beider Teilnehmer wurden mehr als erfüllt. Auch wenn beiden klar geworden ist, dass man im Prinzip sein ganzes Leben lang am Lernen ist.

 Die Frage, ob der TOP-Kurs sie verändert habe, beantworteten beide Teilnehmer aus Rheinland-Nassau, dass sie das selbst kaum beurteilen könnten, die Erkenntnis darüber könne wohl erst im Nachhinein kommen, wenn man wieder zu Hause in seiner gewohnten Umgebung sei. Sie hätten beide auf alle Fälle einen anderen Blick auf viele Dinge bekommen und seien gelassener geworden.

Konkret habe der TOP-Kurs viele Erkenntnisse bzgl. Versammlungsleitung gebracht und warum politische Entscheidungen so oder so laufen. Was genau hängen geblieben sei und ihn auch verändert habe, werde sich erst im Laufe des nächsten Jahres oder auch der nächsten Jahre zeigen, so Matthias Daun.

 Für Matthias Helm war die Schulung in Kommunikation  und Rhetorik sehr interessant, weil man sich so selbst noch einmal ganz anders erlebe, weil man mehr gefordert werde, wenn man vor einer Gruppe stehe. Das seien Inhalte, die ihm zugute gekommen seinen, das Üben und alles einmal auf spielerische Weise ausprobieren zu können.

 Die Frage, was ihnen am meisten Spaß gemacht habe, konnten beide nur schwer beantworten. Die Veranstaltungen auf der Internationalen Grünen Woche seien schon sehr gut gewesen, so Matthias Daun,  aber auch die Abende in der Gruppe, der Gruppenzusammenhalt, also das Ganze eigentlich – die Gruppendynamik.

 Vor allem Berlin in Kombination mit Seddin und die Fahrt nach Polen beeindruckte Matthias Helm besonders. Das sei ein schönes Paket gewesen , zum Einen im noblen Berlin – Grüne Woche –den ganzen Tag im Anzug und dann zum Anderen kam Polen. Man habe ganz andere Verhältnisse kennen gelert, auch die Betriebsstrukturen dort, und es sei verdammt kalt gewesen. Und dann wiederum Seddin, wo wieder mehr Unterricht dran gewesen sei. Dort habe der Schwerpunkt auf Medienschulung und Reden vor der Kamera gelegen. Auch die Stadtbefragung, die sie in Berlin gemacht hätten und die verschiedenen Bevölkerungsschichten, die es dort gebe, die Reaktionen der Menschen zu erleben, wenn man sich als Landwirt in der großen Stadt einmal zeige, dass alles sei sehr interessant gewesen. Und nicht zuletzt das Gespräch mit Präsident Sonnleitner – er habe sie in Seddin fast 2 ½ Stunden besucht und mit ihnen über die aktuellen Themen des Bauernverbandes, aber auch über seinen Werdegang innerhalb des Bauernverbandes gesprochen. Das sei sehr gut gewesen, und auch, dass er sich so lange Zeit für die Top-Kursler genommen habe.

 Für viele potentielle Teilnehmer des TOP-Kurses ist es mit die größte Hürde, wie der elterliche Betrieb während des TOP-Kurses weiter läuft. Bei Matthias Daun  hat sein Vater die meiste Arbeit eigentlich alleine gemacht, allerdings hätten sie auch noch ihre Auszubildenden. Es sei zwar etwas stressig zwischendurch gewesen, aber es sei gegangen. Er sei ja auch sonst durch das Studium nicht immer da und es gebe schließlich auch Telefon.

Im elterlichen Betrieb von Matthias Helm ist es schon etwas schwieriger gewesen, weil er jetzt schon knapp 1 ½ Jahre zu Hause sei und da seien die Abläufe schon etwas eingefahren und auch auf ihn zugeschnitten. Ich müsse ganz ehrlich sagen, dass seine Eltern da sehr gefordert gewesen seien, um das ganze zu managen. Er habe viele Beschwerden gehört, z. B. dass viel Schnee liegen würde und viel Schnee geschaufelt werden müsse, aber dennoch, sie hätten es sehr gut durchgezogen, sie hätten letztendlich keine Probleme gehabt und seien ohne ihn noch zurecht gekommen. Sie würden es jetzt aber doch herbei sehnen, dass er wieder zurückkomme und hätten bereits Urlaub beantragt.

 Eine interessante Erfahrung sei auch gewesen, dass man nach etwa einer Woche im Kurs anfange, abzuschalten. Es sei das erste Mal seit langem gewesen, dass er sich einfach keine Gedanken mehr um zu Hause gemacht habe, so Matthias Daun. Man sei sowieso zwei Monate nicht da und könne nichts machen. Es sei anders, als wenn man 7 Tage in Urlaub fahre. Das sei eine ganz neue Erfahrung und auch mal ganz nett.

 Eine besondere Erfahrung sei auch das Zusammenwachsen der Gruppe gewesen. Die ersten 3 bis 4 Tage hätten sie eine Gruppenfindung gehabt, und es sei schon interessant gewesen, dass die Diskussionen um verschiedene Sachen, die beschlossen werden mussten, sehr lange gedauert hätten. Wenn jetzt Entscheidungen getroffen werden müssten, seien sie sehr schnell, sehr prägnant und es funktioniere auch alles. Es erstaune ihn noch jetzt, wie schnell eine Gruppe innerhalb von 2 Monaten zusammenwachsen könne, so Matthias Daun. Allerdings müsse es auf jeden Fall angeleitet sein. Er glaube, wenn man 20 Leute einfach zusammengeworfen und die Türe zugemacht hätte, sei das so nicht gegangen, denn es seien doch sehr eigenständige  und selbstbewusst Persönlichkeiten zusammen gewesen.

Auch Matthias Helm war von der gesamten Gruppe sehr beeindruckt. „Wir haben hier 20 verschiedene Leute zusammen, die, jeder auf seine eigene Art und Weise, Stärken und Schwächen haben. Und das schöne ist, dass nicht jeder so wie der andere ist und jeder halt so seine Kanten und Macken hat, aber wiederum auch das Talent hat, andere mitzuziehen. Man merkt schon, dass hier viele Leute sind, die schon in gewissen Positionen und Verantwortungen stehen.“

Neue Impulse hat Matthias Helm überwiegend im Auftreten bekommen, er fühle sich sicherer und könne viel besser auf Leute zugehen. Man überlege nicht mehr groß: kann ich fragen, soll ich fragen, sondern man frage. Man versuche auf der anderen Seite aber auch nicht anderen seine Meinung aufzudrängen, sondern man frage erst einmal den Standpunkt des Anderen ab und dementsprechend komme man einfacher ins Gespräch und könne so auch eine Ebene finden. Auch Matthias Daun hat diese Erfahrung gemacht.

Er denke schon, dass er jetzt mehr auf Menschen zugehe und dass er gemerkt habe, dass alle anderen auch nur Menschen seien. Er habe gelernt, dass sicheres Auftreten die halbe Miete und sehr wichtig sei. Wenn sie in der Gruppe geschlossen und gut gekleidet anderen Menschen begegnet seien, habe man gemerkt, dass die Menschen ihnen ganz anders begegnet seien, als wenn sie in Straßenkleidern aufgetreten wären. Sie hätten gelernt, auch einmal nachzufragen und ein bisschen geschickter ihre Meinung zu sagen. Auch dadurch werde man offener.

Zu verschiedenen Anlässen wurde Anzug getragen. Eine neue Erfahrung für die meisten Teilnehmer. Auch Matthias Daun machte hier so seine Erfahrungen: „Also am Anfang dachte ich mir auch, als ich den Plan gesehen habe, was soll das, nachdem die ersten 14 Tage ohne Anzug statt gefunden haben. Aber man merkt dann schon „Kleider machen Leute“, besonders, wenn man in einen etwas höheren Bereich geht und die Gruppe im Anzug auftritt und der Referent das einfach auch erwartet.“

 Matthias Helm kaufte sich in den ersten 2 Wochen einen neuen Anzug, weil er festgestellt hatte, dass er mit den Sachen, die er dabei hatte, nicht ganz rund komme und es einen Engpass geben würde. Man könnte sich wirklich an den Anzug gewöhnen, das habe etwas. „Wenn man so einen Tag im Anzug mit feinem Schlips und allem herumläuft, fühlt man sich schon richtig selbstsicher, weil man irgendwie mehr Ansehen genießt. Ja, es ist eine interessante Erfahrung – könnte man jedem empfehlen, das einmal so mitzumachen.“

 Die Zukunftsplanung von Matthias Helm hat sich durch den TOP-Kurs nicht verändert, im Gegenteil. Seine Motivation sei eher gestiegen. Gerade im Hinblick auf’s Ehrenamt habe der Kurs so richtig sein Interesse geweckt, sich zu engagieren. Er denke, dass das, was er jetzt vermittelt bekommen habe, die Basis sei, die man haben müsse. Was man dann daraus mache, das liege natürlich bei jedem selbst. Aber das Interesse für das Ehrenamt sei definifiv wach geworden. Generell sei der Horizont von jedem Einzelnen Teilnehmer größer geworden, man blicke nicht mehr so eng auf den eigenen Betrieb, sondern das Interesse sei geweckt worden, auch auf andere Sachen zu schauen. „Das ist wirklich gut, ich denke, dass hilft jedem,“ betonte Matthias Helm.„Vielleicht stehe ich jetzt besser da, komme besser mit Verhandlungspartnern aus, damit ich einfach eher zum Ziel komme, da ich jetzt so ein bisschen die Grundkenntnisse habe, wie man sich in Verhandlungen gibt und wie man in Gesprächen gewisse Antworten deuten kann und die Mimiken des Gegenüber.“ Auch bei Matthias Daun hat sich die Zukunft eher gefestigt. Auch er möchte, wie zuvor auch, nach dem Studium zu Hause einsteigen. Verändert hat sich sein Blick auf den Betrieb, er ist selbstkritischer geworden. „Ich werde nachher auch noch Milchvieh halten, aber ich werde mehr danach schauen, wie stark ich wachsen muss und was die Anderen machen.“

 Beide Teilnehmer beantworteten die Frage nach einer Weiterempfehlung des TOP-Kurses eindeutig.

Matthias Helm: „Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Man muss ja dazu sagen, dass es nicht nur der Stoff ist, der „reingedrückt wird“, sondern auch das ganze drum herum: 20 Leute, so war es jetzt in unserem Fall, die man vorher gar nicht kannte und die auch nicht aus der Nähe kommen, da sind schon fast Kulturunterscheide, also alleine von den Dialekten hier ist es sehr interessant und witzig und das Abendprogramm wird auch immer schön gestaltet. Also langweilig wird es absolut nicht. Das ist nur empfehlenswert. Man ist nicht mehr so steif – man ist flexibler, weil man, die Sicht jetzt offener hat. Ich würde nach meinen anfänglichen Ungewissheiten sagen, dass ich jedem der mich jetzt fragen würde, sagen würde: Wenn Du die Möglichkeit hast und Du die Zeit aufbringen kannst, mache es.“

 Und auch Matthias Daun würde den Top-Kurs auf jeden Fall weiter empfehlen, denn diese Art des Seminars, dass man längere Zeit von zu Hause weg ist, und auch einmal differenziert von draußen drauf schaut auf alles, sei einmalig. Man könne zwar Wochenendschulungen machen, aber er denke, dann sei man meist sehr stark regional und treffe immer die gleichen Leute und außerdem sei man immer noch zu nahe am Betrieb. Im TOP-Kurs könne man wirklich abschalten und einfach mal 2 Monate Zeit für sich nehmen und sich weiter entwickeln. Und an das Programm, das in Berlin geboten werde, sei ansonsten kaum heranzukommen.

Neue Freunde haben beide gefunden. „Wir sind 20 Leute – ich habe 19 neue Freunde gefunden,“ so Matthias Daun. Er fasst den TOP-Kurs mit den folgenden Worten zusammen: „Ich habe 19 sehr interessante Leute kennen gelernt, meine Einstellungen und meine Soft Skills sind verbessert und ich habe  verstehen gelernt, warum im Ehrenamt einiges so läuft wie es läuft, und nicht immer nach außen ersichtliche Entscheidungen getroffen werden. Und wichtig ist die Perspektive zu Hause – dass man sich auch dort weiterentwickeln kann.“

 Auch Matthias Helm kommt zur Erkenntnis, dass in der Politik nicht immer alles so einfach läuft wie es laufen sollte oder wie man es gerne hätte und dass man sehr kompromissbereit sein muss, um etwas zu verändern. Auf den eigenen Betrieb bezogen denke er, sei er in seinen unternehmerischen Fähigkeiten, sprich Kommunikation, Rhetorik, Verhandlungsführung und auch im Auftreten gefestigter. Für ihn ist das Ehrenamt zu einer sehr interessanten Aufgabe geworden.

Matthias Daun ist bisher schon stärker ehrenamtlich engagiert und hat für sich erfahren, was man im Ehrenamt noch besser machen kann und was wichtig ist. „Man lernt aber auch, dass es viel Arbeit ist, für die man sich bewusst entscheiden muss und dass es ein Ehrenamt ist und kein Amt, so Matthias Daun abschließend.

 Wer sich nach diesen begeisterten Schilderungen für den nächsten TOP-Kurs im Januar und Februar 2011 interessiert, kann sich gerne bei Rotraud Weber, Karl-Tesche-Str. 3, 56073 Koblenz, Telefon-Nr.: 0261/9885-1114, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , oder bei allen Kreisgeschäftsstellen des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau zur weiteren Information melden.

 

 
Delegiertentagung 2010 PDF Drucken E-Mail

 

Delegiertentagung der Landjugend Rheinland-Nassau 2010- Planungen für den Deutschen Landjugendtag laufen an

Schon früh hatten sich die Landjugendlichen aus Rheinland-Nassau trotz einem weiteren heftigen Wintereinbruch mit ergiebigem Schneefall aufgemacht, um beim umfangreichen Programm der diesjährigen Delegiertentagung der Landjugend Rheinland-Nassau mit dabei zu sein. So konnte die Delegiertentagung auch erst mit einstündiger Verspätung und mit reduzierter Teilnehmerzahl stattfinden. Die Vorsitzende der Landjugend Rheinland-Nassau, Kathrin Thönnes, konnte auf dem elterlichen Betrieb von Jürgen Krämer in Manderscheid (Kreis Bernkastel-Wittlich) am 6. März 2010 die trotz allem noch zahlreich erschienenen Delegierten der Mitgliedsgruppen begrüßen.

Neben den Delegierten konnte sie auch die Stellvertretende Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) Magdalena Kliver begrüßen. Sie richtete ein Grußwort an die Delegierten und überbrachte die Grüße des Bundes der Deutschen Landjugend, in dem sie die Arbeit der Landjugendlichen würdigte und lobte. Sie seien ein ideenreicher und engagierter Nachwuchs, wie man ihn sich nur wünschen könne. Als weiteren Ehrengast konnte Kathrin Thönnes Laurent Frantz von der Letzebuerger Landjugend aus Luxemburg begrüßen, die gerne die Landjugend Rheinland-Nassau beim Deutschen Landjugendtag unterstützen will und an einer Intensivierung der Kontakte nach Rheinland-Nassau interessiert ist.

 Der Geschäftsbericht wurde nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr wieder in mit sehr vielen Bildern illustierter und mit wechselnden „Berichterstattern“ aus dem Landesvorstand ausgestatteter Form präsentiert, das keine Langeweile aufkommen lies. Die Delegierten verfolgten mit sehr viel Aufmerksamkeit die Präsentation und konnten sich manches Mal auch selbst dort wieder finden. Der Kassenbericht wurde von Rotraud Weber und der Kassenprüfbericht von Mario Sesterhenn in bewährter Form vorgetragen, so dass im Anschluss Vorstand und Geschäftsstelle einstimmig entlastet wurden.

 Gabriele May stellte das umfangreiche Jahresprogramm der Landjugend Rheinland-Nassau detailliert vor und warb für die Teilnahme an den angebotenen Veranstaltungen und Seminaren. 

Es wurde deutlich, dass neben dem in Kürze startenden Berufsorientierungs-seminar, Rhetorikseminaren, den Kompetenztrainings an den DLRs Eifel und Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, den Kreisentscheiden im Leistungspflügen, den BUMIs und der Bildungswoche sowie den Arbeitskreisen des BDL, den Angeboten der Arbeitskreise Agrarpolitik und Weinbau, dem Sommerfest und dem Erntedankfest und den Kreisentscheiden im Leistungspflügen die Vorbereitungen auf den DeutschenLandjugendtag 2011 maßgeblich die Aktivitäten der Landjugend Rheinland-Nassau im laufenden Jahr bestimmen werden. Auch ist wieder ein Event- und Infotag für die Mitgliedsgruppen im Herbst geplant. Gaby May wies weiter darauf hin, dass die Mitglieder gerne auch auf der Geschäftsstelle bzgl. Seminaren vor Ort in den Gruppen nachfragen können.

 In einer spannenden Wahl wurde Katharina Stelzer aus Kruft für die ausgeschiedene Christiane Zirwes zur Stellvertretenden Landesvorsitzenden nachgewählt. Damit ist der Landesvorstand wieder komplett.

Berichte aus den anwesenden Mitgliedsgruppen rundeten den Berichtsteil ab und zeigten einmal mehr, wie vielfältig die Angebote der Gruppen sind. Hier können sich alle auch Anregungen für ihre eigene Gruppenarbeit holen.

 Die Erntekrone für das Erntedankfest in Trier wird die Landjugend Mayen-Koblenz binden. Ebenfalls am Erntedankfest wird sich schon fest die Winzertanzgruppe Leiwen, die Landjugend Bernkastel-Wittlich und die Landjugend Eifel beteiligen. Und auch der Musikverein Riol prüft die Teilnahmemöglichkeit. Für den Tanz auf dem Landjugendball anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin 2011 bewirbt sich die Winzertanzgruppe Leiwen. Die nächste Delegiertentagung wird die Landjugend Daun ausrichten. Über die geplante Gründung eines Fördervereins zu Gunsten der Landjugend Rheinland-Nassau berichtete Arno Billen. Die nächste Delegiertentagung einschließlich Wahlen wird im Herbst 2011 stattfinden, da eine Neuwahl des Landesvorstandes kurz vor der Durchführung des Deutschen Landjugendtages im kommenden Jahr wenig sinnvoll wäre.

 Zum Mittagessen wurden sehr, sehr leckere Flammkuchen „satt“ mit unterschiedlichen Belägen von der Familie Krämer im großen Holzbackofen direkt im Tagungsraum gebacken, die reißenden Absatz fanden. Direkt danach ging es zu einer kurzen Betriebsbesichtigung zu den Ferienwohnungen und Ställen des mehrfach preisgekrönten Ferienbetriebes Krämer. Neben den geschmack- und liebevoll eingerichteten Ferienwohnungen und –zimmern liegt das Geheimnis des Erfolges ganz sicher vor allem auch in der äußerst herzlichen und offenen Aufnahme durch die Familie Krämer. Hier darf der Feriengast fast alles miterleben.

Thomas Wilde von der Andreas-Hermes-Akademie in Bonn-Röttgen referierte im Anschluss zum Thema “Projektmanagement“ als Vorbereitung für die verschiedenen Arbeitsgruppen zum Deutschen Landjugendtag 2011. Er verdeutlichte, dass klare Strukturen und Zuständigkeiten unabdingbar seien. Die Projektleitung müsse ebenso, wie das Ziel klar und eindeutig sein. Jede Gruppe müsse sich klar machen was sie erreichen wolle und was es brauche um dies zu erreichen. Hier gab er den Delegierten nützliches „Handwerkszeug“ an die Hand, mit Hilfe dessen dann in den Arbeitsgruppen an konkreten Fragestellungen gearbeitet und diese im Anschluss im Plenum vorgestellt werden konnten. Es gibt viel zu tun – packen wir´s an.

 Eine Kaffeepause mit leckerem selbstgebackenen Kuchen gleichfalls aus dem Holzbackofen stärkte zwischendurch die Delegierten für das weitere prall gefüllte Programm.

 Für die vorbildliche und perfekte Gestaltung des Rahmenprogramms, die Verköstigung und Organisation vor Ort zeichnete die Familie Krämer verantwortlich. Ihr sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt.

Als besonderer Abschluss wechselten der Großteil der Delegierten zum „Ball der Landwirtschaft“ nach Polch und ließen den ereignisreichen Tag mit viel Spaß, Tanz und Unterhaltung bis spät in die Nacht ausklingen. Neben den Delegierten waren auch noch viele weitere Landjugendliche nach Polch gekommen, so dass das Forum gut gefüllt war. Sicher auch für die Ausrichter eine erfreuliche Entwicklung.

 

weiter …
 
Lehrfahrt nach Portugal PDF Drucken E-Mail

Jungwinzer zu Gast in der Region  Porto e Norte

(Bilder siehe Gallerie)

Den richtigen Gegenpol zu den ungewohnten Minusgraden und dem jahrzehntelang nicht gekannten Schnee an der Mosel fanden die Jungwinzer Ende Januar im wirklich frühlingshaften warmen Portugal. Bei Sonne pur und 18 Grad (plus) erkundete der Arbeitskreis Weinbau der Landjugend Porto, das Dourotal und den weiteren Norden Portugals, die Region Porto e Norte. Hier stand die Wiege der Nation Portugal, das kulturelle Erbe begegnet dem Besucher in alten Städten, den Baudenkmälern, den Weinen und der typischen Küche auf Schritt und Tritt.

Der bekannte Badeort und Kasinositz Espinho südlich Porto war der Ausgangspunkt für Touren ins Douro, die Umgebung Portos und die Stadt Porto selber. Eindrucksvoll und nur Minuten entfernt waren die schon aristokratischen Portweinhäuser(wir besuchten Taylor´s und Graham´s, vielen Dank für die gute Probe) in Villa Nova de Gaia, die alte Stadt Porto, die trotzdem lebendige Innenstadt „Baixa“ und der mondände Badevorort Foz.

Das Dourotal

Der Fluss Douro ist die Heimat des weltbekannten Portweines und immer mehr namhafter Rotweine. Als Weltkulturerbe findet sich hier eindrucksvolle Flußlandschaft, historische Weinbautradition mit der ältesten Lagenklassifikation der Welt und an der Fläche gemessen etwa fünf mal so viele Weinberge wie bei uns an der Mosel.

Der moselanische Besucher fühlt sich am Douro schon fast wie daheim. Nicht ganz so steil, nicht ganz so verschlungen ist die Landschaft. Dafür bilden um hunderte Meter höhere Hänge die Grundlage der bis auf Ausnahmen quer terrassierten und in den alten Lagen auch mit Mauern eingefassten Steillagen-Weinberge. Und auch mit der herzlichen und gastfreundlichen Mentalität konnten wir uns identifizieren.

Es gilt wie bei uns, wie im Priorat, wie im Languedoc: die besten Weine wachsen auf braunem und blaugrauem Schiefer, und das dazu in Steillagen. Oft könnte man einen mitgebrachten Moselschieferstein fallen lassen, man fände ihn im Douroweinberg nicht wieder. Allerdings ist das das im Sommer drückend heiße und  im Winter feuchtwarme Klima ein ganz anderes, und natürlich wachsen hier ganz andere Weine. Sie tragen aber sicherlich die kühle Schiefermineralik in sich, wie gute Rotweine aus der „Tinto National“-Rebe oder die am Gaumen explosiv-intensiven „Late Bottled Vintage“-Ports.

Architektonisch interessant waren die aus braunem oder grauen Schiefer gebauten neuen Keller der  Weingüter Vallado und Nieport, die konsequent auf Qualität ausgerichtet sind und erst in den letzten drei Jahren entstanden. Bei bis zu fünf vertikalen Ebenen erfolgt der Maische- und Weintransoport fast ausschließlich per Schwerkraft. Neueste (deutsche) Technik und französisches Holz sorgen für international begehrte Weine.

Auf Einladung und zu Gast der Firma Lohmann/Bullay konnten wir auch die Produktion von Naturkorken der Firma Lamoselle besichtigen und einem gepflegten Insider-Restaurant die regionaltypische, frische Küche genießen.

Ein großes Danke möchten wir daneben den den Winzern und Portweinkellereien sagen, die uns überaus herzlich und offen empfingen: die Portweinkellereien  Taylor´s und Graham´s(vielen Dank an Gustavo für die gute Probe), Quinta da Carvalhose der Weingüter Meyer-Näkel/Breuer/Philippi, Quinta do Tedo, Quinta do Vallado, Quinta Boa Parte (Danke an Marcos für die Führung), Nieport Vinhos(Danke für das Essen und Danke an Luis Seabra für die Führung), Quinta do FilocoQuevedo) . Oft genug wurden Weine im drei- bis teils vierstelligen Eurobereich kostenlos ausgeschenkt, so dass wir einen umfassenden Einblick in die Herstellung und die Vielfalt der Weine Nordpotugals erhielten.

 
Arbeitskreis Agrarpolitik am 09.12.2009 PDF Drucken E-Mail

Anläßlich der Zusammenkunft des Arbeitskreises Agrarpolitik am Mittwoch, dem 09. Dezember 2009 in der Retunde des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau in Koblenz wurde der bisherige Vorsitzende des Arbeitskreises Marco Weber verabschiedet und Matthias Daun neu gewählt. Außerdem trugen 2 Landjugendliche ihre Erlebnisse anläßlich ihres Auslandspraktikums in Neuseeland und Australien vor: 

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Dorftest - ausgewertet PDF Drucken E-Mail

Was ist Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz wichtig?

Die Landjugend Rheinland-Nassau ist als Jugendverband Mitgied im rheinland-pfälzischen Landesjugendring. Angang des Jahres wollte dieser in Erfahrung bringen, wie wohl sich Jugendliche in ihrer Gemeinde fühlen und was sie verbessern möchten.

Hier gibt es das Ergebnis:

Ergebnisse dorf.test

 
Podiumsveranstaltung "Agrarische Ausbildung" PDF Drucken E-Mail

Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände Rheinland-Pfalz/Saar:

Landjugend lud Politik zum Parlamentarischen Abend

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Erntedankfest in Koblenz PDF Drucken E-Mail

Das große Erntedankfest des bäuerlichen Berufsstandes auf dem Koblenzer Jesuitenplatz am 10. Oktober 2009 fand wieder großen Zuspruch. Tausende Besucher aus Koblenz und Umgebung besuchten das Fest.

Auch die Landjugend war natürlich wieder dabei und hatte viel Spaß:

Bild : Unsere Vorsitzende Katrin Thönnes bei ihrer flammenden Rede auf dem Jesuitenplatz

 
Berufsorientierungsseminar zu den Grünen Berufen 2010 PDF Drucken E-Mail

Landjugend bietet auch im Jahr 2010 wieder Berufsorientierungsseminar  in den Osterferien an!

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Übergabe Erntekrone an Minister Hering in Mainz PDF Drucken E-Mail

Landjugend übergab am 01. Oktober 2009 Erntekrone an Minister Hering

 „Mit dieser Erntekrone möchten wir die Verbundenheit mit Ihnen, unserem Landwirtschaftsminister ausdrücken, Ihnen für ihre Unterstützung danken, aber auch auf unsere Probleme hinweisen“, mit diesen Worten übergab Marco Weber, Vorsitzender der Landjugend Daun die diesjährige Erntekrone an Minister Hendrik Hering. Die Erntekrone, die schon traditionell im Herbst von der Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände Rheinland-Pfalz an den Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau übergeben wird, hatte in diesem Jahr in mühevoller Kleinarbeit die Landjugend Daun gebunden und ein besonders prachtvolles Exemplar geschaffen.. Die Erntekrone, über die sich Minister Hering sichtlich freute, wird in den nächsten Wochen das Foyer des Ministeriums schmücken. Hering würdigte die hohe Symbolkraft der Erntekrone und lobte die Arbeit der Landwirte und Winzer. Auch freue er sich immer mit jungen Landwirten und Winzern ins Gespräch zu kommen. Gerade in der sehr angespannten aktuellen Situation müsse man ehrlich bleiben. „Wir müssen eine zukunftsfähige Landwirtschaft etablieren“, so Hering. „Aber die Gesellschaft muss auch die geforderten Vorgaben honorieren oder ausgleichen“, so Hering weiter. „Ich hoffe, dass sich der Trend zur Qualität und Regionalität fortsetzt und dadurch die Existenz der landwirtschaftlichen und weinbaulichen Betriebe in Rheinland-Pfalz langfristig gesichert bleibt. Dafür werden wir uns mit unserer Agrarpolitik auch zukünftig einsetzen, erklärte Hering.

 Nach der Übergabe der Erntekrone schloss sich ein Gedankenaustausch über aktuelle agrar- und weinbaupolitische Themen zwischen den Landesvorständen der Landjugend Rheinland-Nassau und der RheinhessischPfälzischen Landjugend und Minister Hering an.

 Zu Beginn übergaben die Landjugendlichen das gemeinsam erarbeitete Positionspapier zur „Agrarischen Ausbildung“ an Minister Hering. „In unserer Arbeit steckt viel Engagement und der Wille, die Entwicklung der Agrarischen Ausbildung positiv zu beeinflussen. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, die wir als derzeitige und künftige Bewirtschafter, Erhalter und Pfleger des Ländlichen Raumes haben. Wir wollen unsere Zukunft mitgestalten, denn die jungen Landwirte und Winzer von heute sind die Zukunft!“, so Florian Schmitt, Vorsitzender der RheinhessischPfälzischen Landjugend und Arno Billen, Vorsitzender der Landjugend Rheinland-Nassau. Das Positionspapier solle in einem Parlamentarischen Abend mit den Abgeordneten aus Rheinland-Pfalz diskutiert werden und Impulse zu einer weiteren Verbesserung der Agrarischen Ausbildung geben, so die beiden Vorsitzenden. Minister Hering betonte in diesem Zusammenhang, dass Rheinland-Pfalz das einzige Bundesland sei, das noch die Agrarausbildung beim Landwirtschaftsministerium habe. Allerdings seien ihm durch die schon lange beschlossene Agrarverwaltungsreform enge Grenzen gesetzt. Auf besonderes Interesse bei Minister Hering stieß die Forderung der Landjugendlichen nach Einheiten zur Förderung von persönlichen und sozialen Kompetenzen der Auszubildenden. Er sagte eine ausführliche Stellungnahme seines Hauses zu.

 Aber auch Themen, wie die Einzelbetriebliche Förderung und hier insbesondere die Ausgestaltung des mit einem wesentlich höheren Fördersatz geförderten Aspekt der artgerechten Haltung, die Agrardieselbesteuerung, die zu kurzen Rückzahlungszeiträume bei den Liquiditätshilfedarlehen, die Nulltoleranzgrenze bei GVO, die EU-Weinmarktordnung und ihre Ausgestaltung, die Beratungsoffensive Rheinland-Pfalz, die Fortführung des Projektes „Landwirt aus Leidenschaft“ und die Möglichkeiten einer Risikoausgleichsrücklage wurden diskutiert.

 Bei der besonders artgerechten Tierhaltung kritisierten die Landjugendlichen insbesondere die Einschränkung, dass nur bei kompletten Neubauten eine um 10 Prozentpunkte höhere Förderung möglich sei. Hier müsse es auch Möglichkeiten für An- bzw. Erweiterungsbauten geben. Auch die Erhöhung der Grundförderung von 25 auf 30 Prozent wünschten sich die Landjugendlichen. Die Reduzierung der Agrardieselbesteuerung müsse langfristig durchgesetzt und am Besten noch weiter reduziert werden, sowie die Rückzahlungszeiträume bei den Liquiditätsdarlehen von 4 auf 10 Jahre erweitert werden, so die Landjugendlichen. Die Nulltoleranzgrenze bei GVO bereite gerade im Sojabereich große Probleme und gefährde mittlerweile die Eiweißversorgung im Schweine- und Rinderbereich. Bezüglich der EU-Weinmarktordung forderten die Landjugendlichen eine zügige Umsetzung mit ausreichenden Möglichkeiten auch für höchste Qualitäten. Für das Landjugendprojekt „Landwirt aus Leidenschaft“ baten die Landjugendlichen um weitere finanzielle Unterstützung um das Projekt auf alle Grünen Berufe ausdehnen zu können. Bezüglich der Beratungsoffensive Rheinland-Pfalz merkten die Landjugendlichen die fehlenden personellen Ressourcen für deren Umsetzung an. Für eine Risikoausgleichsrücklage warben die Landjugendlichen, da diese den Betrieben bei stark schwankenden Betriebsergebnissen auf Grund der stark schwankenden Erzeugerpreise, wie in den letzten Jahren, Ausgleichsmöglichkeiten bieten könne. Minister Hering ging konkret auf die Anliegen der Landjugendlichen ein und versprach die Prüfung der angesprochenen Sachverhalte

 Herr Hornberger und Dr. Hoos betonten abschließend die nach wie vor bestehende Bereitschaft, bei akuten Problemen kurzfristig klärende Gespräche zu ermöglichen. Dafür seien sie schließlich da.

 Abschließend dankte Arno Billen Minister Hering und seinen Fachreferenten für das sehr konstruktive Gespräch.

 

 
Winzertanzgruppe Mehring tanzt in Berlin bei Bundespräsident Horst Köhler PDF Drucken E-Mail

Winzertanzgruppe Mehring begeisterte!!!

Die Winzertanzgruppe Mehring repräsentierte und begeisterte mit ihren lebensfrohen, schwungvollen Tänzen und wunderschönen Trachten als Abordnung der Landjugend Rheinland-Nassau am 29. September 2009 bei der Überreichung der Erntekrone an Bundespräsident Horst Köhler vor der Kapelle der Versöhnung im ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer.

Vorausgegangen war der Überreichung der Erntekrone ein ökumenischer Gottesdienst, in dem der Deutsche Bauernverband, der Deutsche Landfrauenverband und der Bund der Deutschen Landjugend Gott für die eingebrachte Ernte dankten.

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