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Der Hashtag – Das unbekannte Wesen

 

hashtag

 

Gesehen haben sie wahrscheinlich alle schon, die Hashtags. Das sind kleingeschriebene Worte, die ein Raute-Symbol voran haben. Also z.B. #landjugend. Was sie wirklich bedeuten und wozu sie gut sind, wissen viele jedoch nicht. Mit diesem Artikel wollen wir das Rätsel lösen und hilfreiche Tipps und Tricks zur cleveren Nutzung von Hashtags anbieten.

Unter immer mehr Beiträgen auf Facebook und Co. sieht man massenweise Hashtag. Oftmals ist jedoch zu beobachten, dass man sie aber im Grunde eher wie ein Smiley einsetzt, um zusätzlich Emotionen auszudrücken. Wenn dann hinter einem Post sowas steht wie #heutewarmalwiederallesblöd, kann das natürlich die Aussage des Posts unterstreichen, aber eigentlich erfüllen Hashtags ganz andere Aufgaben.

Das englische Wort „Tags“ beschreibt im Grunde ein Schildchen. Der Zettel im Nacken des Shirts, auf dem die Größe und vielleicht noch das Material stehen, würde man zum Beispiel im Englischen als „Tag“ bezeichnen. Es sind also kleine Hinweisschilder, die Informationen liefern. Genau diese Funktion haben auch Hashtags. Sie sollen jedoch in erster Linie gar nicht unbedingt dem Leser bzw. Betrachter Informationen liefern, sondern den Suchalgorithmen der jeweiligen Seite, aber auch Google.

Man stelle sich das Internet mal als großen Kleiderschrank vor, voller Socken, Pullis, Hosen und Shirts in allen erdenklichen Farben, Materialien und Größen. Der Schrank hat viele Fächer und Schubladen. Wir nehmen ein rotes Paar Socken, öffnen das Sockenfach, darin das Baumwollfach und darin wiederum das Fach für die Farbe Rot. Da legen wir unsere Socken hinein. Wenn wir jetzt zukünftig rote Socken wollen, wissen wir genau, wo sie sind, da alle Fächer beschriftet sind. Genauso können Hashtags helfen, ein bestimmtes Bild zu finden. Wenn ich ein Foto von der letzten Weihnachtsfeier des Schützenvereins mit den Hashtags #weihnachtsfeier2016 und #schützenverein versehe, kann ich nach diesen Tags suchen und finde mein Foto. Eine Funktion von Hashtags ist also, Inhalte zu kategorisieren. Man muss hier natürlich sinnvolle Hashtags benutzen, die man sich merken kann.  

Die meisten nutzen Hashtags jedoch eher, um von anderen gefunden zu werden. Das oben genannte Beispiel können wir hier auch heranziehen. Vielleicht wollen ja auch andere Mitglieder des Vereins Fotos der Feier finden, weil sie selbst keine gemacht haben. Suchen sie dann nach den Hashtags, finden sie auch entsprechend die Fotos. Doch eins dürfte klar werden, es haben 2016 sicher auch noch andere Schützenvereine Weihnachtsfeiern veranstaltet. Es werden also auch deren Fotos angezeigt und man muss suchen. Daher ist es sinnvoll, für den eigenen Verein oder die eigene Landjugendgruppe einen gemeinsamen Hashtag zu erstellen, den alle kennen. Wir selbst benutzen z.B. #landjugendrln. Unsere Mitglieder und Interessierte sollen ja unsere Inhalte finden, nicht von einer anderen Landjugend. Hier kann man selbst bestimmen, wie breit man auffindbar sein will. Sollen nur die eigenen Mitglieder mein Foto finden, benutze ich eben #landjugendrln. Sollen Außenstehende, die allgemein mal nach Landjugend suchen, auch unsere Inhalte finden, benutze ich nur #landjugend. Der Hashtag entscheidet, welche Zielgruppe angesprochen werden könnte.

eiffelturm

Anderes Beispiel: Nehmen wir ein Urlaubsfoto vom Eiffelturm in Paris. Wenn ich einen Urlaubsblog oder sowas betreibe, würde ich eher Hashtags wie #eiffelturm #paris #urlaub und #romantik benutzen. Betreibe ich einen Fotografie-Blog, auf dem sich Leute eher über Kameras informieren wollen, würde ich eher #canon5d #nikond400 oder sonstwas benutzen, damit gleichgesinnte Fotografen sich die Qualität der Kamera anschauen können. Es empfiehlt sich definitiv, genau zu überlegen, wen man ansprechen will. Man könnte ja auch einfach alles benutzen und 30 Hashtags unter das Bild packen. Viele soziale Netzwerke und auch Google mögen sowas jedoch gar nicht und verdächtigen einen dann, SPAM zu produzieren. Google mag spezialisierte Seiten. Wenn man versucht, mit der Hashtag-Schrotflinte einfach breit alles zu treffen, straft einen Google eher ab und man landet hinten in Suchergebnissen. Menschen suchen etwas Bestimmtes und Google will genau das liefern, nicht irgendwas, was damit entfernt zu tun haben könnte. Der Gedanke muss also immer sein „Wer soll meine Sachen finden und wonach wird derjenige wahrscheinlich suchen?“.  Darum ist der eingangs erwähnte Hashtag #heutewarmalwiederallesblöd sinnlos, weil niemals jemand danach suchen wird.  Selbst vergisst man wahrscheinlich auch schnell, dass man ihn benutzt hat und findet selbst nicht mal mehr sein eigenes Posting.

Letzte, aber nicht weniger wichtige Funktion ist das Bündeln von Inhalten, woraus eine eigene Bewegung entstehen kann. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an #aufschrei. Eine junge Frau hatte sich mit diesem Hashtag über sexuelle Belästigung beschwert und andere griffen den Hashtag auf für eigene Kommentare und Erfahrungen zu dem Thema. Der Hashtag wurde zum Hashtag einer feministischen Bewegung. Dienste wie Twitter zeigen z.B. auch an, welche Hashtags aktuell am meisten benutzt werden. Wenn plötzlich #aufschrei auf Platz 1 steht, werden Millionen Menschen darauf aufmerksam, klicken drauf und bekommen alle Posts dazu gezeigt. Genauso kann man aber durch den gemeinsamen Gruppen-Hashtag schnell und einfach Inhalte zusammenführen. Hier nehmen wir nochmal den Hashtag #landjugendrln. Wenn z.B. unser Vorstand irgendwo für uns unterwegs ist und ein cooles Foto macht, können sie das mit dem Hashtag posten. Leute, die auf den Hashtag klicken, finden dann natürlich auch alle anderen Fotos, die jemals mit diesem Hashtag versehen wurden und stoßen so auch auf unsere Seite. Genauso kann ein Hauptamtlicher ein Mal morgens nach dem Hashtag suchen und schauen, ob irgendein Mitglied oder irgendeine Gruppe etwas gepostet hat, was eventuell geteilt werden sollte. Definitiv einfacher als von allen Fotos per Email zugesendet zu bekommen, die man dann selbst nochmal hochladen muss.

Man sieht, der Hashtag erfüllt zwei zunächst gegensätzlich wirkende Funktionen. Er hilft, Inhalte zu beliebig breit zu streuen, kann gleichzeitig Inhalte aber auch bündeln und zusammentragen. Bei Diensten wie Twitter und Instagram sind Hashtags essentiell wichtig, da hier mit nur sehr wenigen Worten gearbeitet wird. Wenn ich bei Instagram ein Foto meines Traktors poste und nichts dazu schreibe, wird den natürlich niemals jemand finden. Hab ich die Hashtags #landwirtschaft #traktor u.ä. darunter, werden Leute, die sich für diese Themen interessieren, auch zu meinem Foto finden. Bei Twitter ist die Zahl der Zeichen limitiert, hier hat man wenig Platz. Soll man da auch Hashtags nutzen? Unbedingt! Hier kann man jedoch gut tricksen, denn Hashtags können durchaus im fließenden Text benutzt werden. Bleiben wir bei unserem Beispiel mit dem Eiffelturm, dann könnte man tweeten:

„Sind gerade am #eiffelturm in #paris. #frankreich ist einfach wunderschön“

So hat man ca. 70 Zeichen, hätte man die Hashtags hinten nochmal gesondert angestellt, wären das nochmal ca. 20 Zeichen extra. Bei manchen Diensten dürfen Hashtags auch Groß- und Kleinschreibung nutzen, aber eigentlich ist es Konvention, alles klein zu schreiben. Tags können aus mehreren Worten bestehen, die müssen jedoch zwingend zusammen geschrieben sein. Nur das unmittelbar nach der Raute folgende Wort wird als Hashtag berücksichtigt.

Der Clou ist einfach, dass Hashtags auch anklickbar sind. Wenn eure Landjugendgruppe eine Fahrt nach Paris unternimmt und Menschen, die nach #paris suchen, so auf euer Foto kommen, kann es sein, dass sie aus Interesse dann auch auf #landjugendXY (oder wie auch immer ihr euren Hashtag nennt) klicken und so auf andere Bilder von euch kommen und erstmals erfahren, was Landjugend überhaupt ist.

Wir hoffen, dieser Artikel konnte einige Fragen klären und die Nutzung von Hashtags näher bringen. Hashtags sind keine Spielerei, sondern können die eigene Öffentlichkeitsarbeit stark verbessern.