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30.07.2019 - 01.08.2019

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Berufswettbewerb 2019 – Qualität.Vertrauen.Zukunft

Land- und Forstwirte ermittelten die Landessieger im Berufswettbewerb 2019

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Am 17. und 18.04.2019 hatten sich die besten Landwirtschafts- und Forstwirtschafts-Azubis, sowie die besten Fachschüler Landwirtschaft aus den landesweiten Vorentscheiden auf der DEULA in Bad Kreuznach zum Landesentscheid des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend getroffen. Hier maßen sie ihre beruflichen Kenntnisse in Theorie und Praxis, aber auch im Allgemeinwissen und Präsentation.  

„Beim Berufswettbewerb geht es nicht nur ums Kräftemessen. Vielmehr nehmen die Teilnehmer/innen auch jede Menge neue Erfahrungen, Freunde und  Selbstbestätigung mit nach Hause“, so Benjamin Purpus, Vorsitzender der Landjugend Rheinland-Nassau. Er war dieses Mal selbst auch aktiv als Richter mit dabei.  „Wir wollen mit dem Wettbewerb die Lust zur beruflichen und persönlichen Weiterqualifizierung wecken und der Öffentlichkeit zugleich die Vielfalt der grünen Berufe zeigen“, so Purpus weiter.

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Patrick Bauer aus Lemberg (Ausbildungsbetrieb: Forstamt Wasgau), Tobias Rauwolf aus Landau (Ausbildungsbetrieb: Forstamt ?) und Tim Buchholz aus Bundenthal (Ausbildungsbetrieb: Forstamt Wasgau) sind die besten Forstwirtschafts-Azubis in Rheinland-Pfalz.

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Bei den Landwirtschafts-Azubis hatten Henrik Schmidt aus Braunfels (Ausbildungsbetrieb: Christoph und Magdalena Zelder in Wittlich-Bombogen) , Lukas Kimmling aus Berglicht (Ausbildungsbetrieb: Markus Eiden in Hermeskeil) und Nadja Weber aus Holzhausen (Ausbildungsbetrieb: Christian Bange in Weibersbach) die Nase vorn.

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Felix Plies aus Bogel und Robin Weigel aus Nentershausen, Alicia Weyel aus Stockhausen-Illfurth und Sebastian Fröhlich aus Langenhahn sowie Fabian Fröschen aus Rothenbach und Daniel Kuhmann aus Birlenbach belegten jeweils als 2er Teams der landwirtschaftlichen Fachschüler die ersten drei Plätze. Die jeweils ersten beiden Plätze werden das Land Rheinland-Pfalz im Bundesentscheid vom 02. bis 06. Juni in und um Herrsching/Ammersee vertreten und um eine gute Platzierung kämpfen.

Der Berufswettbewerb der deutschen Landjugend, der 2019 bereits zum 34 . Mal stattfindet, steht nicht nur unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sondern auch in Rheinland-Pfalz unter der Schirmherrschaft des Ministers für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Dr. Volker Wissing. Das Ministerium fördert den Berufswettbewerb maßgeblich und macht ihn durch seine finanzielle Unterstützung erst möglich. Getragen vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V. und der Landjugend Rheinland-Nassau in enger Zusammenarbeit mit den DLRs und Forstämtern in Rheinland-Pfalz steht er in diesem Jahr unter dem Motto: „Grüne Berufe  #landgemacht  –Qualität.Vertrauen.Zukunft“. „Damit wollen wir auf den engen Zusammenhang zwischen der Produktion hochwertiger Grundnahrungsmittel, der Entwicklung und Erhaltung der ländlichen Räume und der Qualität der Ausbildung in den grünen Berufen hinweisen“, so Benjamin Purpus.

Glückwünsche und Grußworte überbrachten der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau Michael Horper, die Landrätin des Kreises Bad Kreuznach Bettina Dickes, die Leiterin der DEULA Bad Kreuznach Rita Steuter-Hoppe und Matthias Grohs vom Forstlichen Bildungszentrum Rheinland-Pfalz in Hachenburg. Präsident Horper lobte die sehr erfreulichen Ergebnisse der Teilnehmer/innen. „Werdet Botschafter für euren Beruf und vertretet das Land Rheinland-Pfalz würdig im Bundesentscheid. Werdet aktive Botschafter für euren Berufsstand. Ihr könnt stolz auf euch sein. Ihr seid toll!“ rief er Siegern und Platzierten zu. Er wies auch auf die elementare Wichtigkeit hin, die gerade die jungen Auszubildenden und Fachschüler für den Berufsstand hätten. Präsident Horper gratulierte den Siegern und Platzierten, wünschte viel Erfolg für den Bundesentscheid und warb für die aktive Teilnahme an der berufsständischen Vertretung.

„ Hier sitzt die Zukunft für unser Land. Sie haben große Möglichkeiten und sind die Leistungsträger, die unsere Wälder und Natur gestalten“, so Matthias Grohs vom Forstlichen Bildungszentrum Rheinland-Pfalz und betonte wie wichtig eine fundierte, qualitativ hoch stehende und engagierte Ausbildung sei. Nur so könne der Berufsstand den vielfältigsten Anforderungen, die an ihn gestellt würden Stand halten. „Werden Sie offensive und würdige Repräsentanten ihres Berufsstandes und vertreten stolz das Land Rheinland-Pfalz mit guten Platzierungen.“

Benjamin Purpus, Vorsitzender der Landjugend Rheinland-Nassau und Sven Ulrich, Vorsitzender des AK Junglandwirte der Landjugend RheinhessenPfalz gaben schließlich die mit höchster Spannung erwarteten Ergebnisse bekannt. "Ihr habt bewiesen, dass Ihr in Eurem Ausbildungsberuf als Landwirte und Forstwirte hervorragendes leistet. Dazu möchte ich Euch ganz herzlich gratulieren. Macht weiter so und macht euch offensiv für euren Berufsstand stark,“  so Benjamin Purpus. Neben Ehrenurkunden des Landes Rheinland-Pfalz und sehr attraktiven Sachpreisen konnten sich die Erstplatzierten über eine mehrtägige fachliche Lehrfahrt als Preis freuen.

Zwei Tage lang wurden im Wettbewerb die Besten in den Sparten Landwirtschaft I (Auszubildende), Landwirtschaft II (Fachschüler) und Forstwirtschaft (Auszubildende) ermittelt. Neben Kenntnissen in Allgemeinwissen und Fachtheorie waren  auch ein Kurzvortrag zu einem vorgegebenen Thema und praktische Kenntnisse und Fertigkeiten gefragt.

Bei den mündlichen Präsentationen waren neben dem inhaltlichen Aspekt in allen Sparten auch wichtig, dass die Wettbewerbsteilnehmer eine ordentliche Einleitung und eine guten Abschluss berücksichtigten, sich selbst vorstellten, den Zeitrahmen einhielten und dass die Darstellung und die Redeweise ansprechend waren. Hier gab es zum Teil sehr schöne Ergebnisse mit ideenreicher und phantasievoller Gestaltung und schon sehr souveränem und begeisterndem Auftreten.

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In der Fachpraxis musste in der Sparte Landwirtschaft I eine Bonitur eines Getreideschlages durchgeführt werden Schädlinge, Krankheiten und unerwünschte Pflanzen erkannt werden und mögliche Maßnahmen erläutert werden. Als weitere Praxisaufgabe sahen sich die Teilnehmer/innen vor die Aufgabe gestellt Kühe zu beurteilen, sich für eine Kuh zu entscheiden und die Kaufentscheidung zu begründen.  Abschließend galt es in einem zugelosten Zweierteam eine Ladung von fünf Paletten zu sichern, dabei die einschlägigen Vorschriften der STVO zu beachten und auch die Betriebs- und Arbeitssicherheit nicht zu vergessen. Danach musste noch jeder Teilnehmer einen Fahrparcours mit dem Gespann absolvieren.  Insgesamt waren dies doch recht anspruchsvolle Aufgaben und deutlich schwerer, als die des Erstentscheides auf Berufsschulebene.

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Die Fachpraxis in der Sparte Landwirtschaft II forderte von den 2er Teams das Anhängen eines Erntewagens an einen Schlepper mit Überprüfung der Verkehrssicherheit und anschließend das Abladen der fiktiven Ladung vor einem Fahrsilo. Hierzu mussten beide Teampartner einen Rückwärts-Fahrparcour bewältigen und manuell den Abladevorgang starten. Des weiteren musste das Team den Zustand einer Kälbergruppe und deren Tränke beurteilen. Anschließend musste für die Kälber ein Tränkeplan mit einer Wunschzunahme von 700g pro Tag erstellt und berechnet werden. Auch die Wirtschaftlichkeit sollte dabei nicht aus dem Auge verloren werden. Auch weitere Möglichkeiten der Kälberfütterung sollten aufgezeigt werden. In einer weiteren Aufgabe musste die Bonitur eines Getreidebestandes durchgeführt werden. Hier ging es darum das Entwicklungsstadium und -zustand, die Verunkrautung, den Krankheits- und den Schädlingsbefall festzustellen und die erforderliche Kulturführung zu beschreiben. Auch eine Bodenbeurteilung war gefordert.

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Bei den Forstwirten war in den standardisierten Praxisaufgaben der Wechsel einer Motorsägenkette, der  Kombinationsschnitt an zwei hochgelegten Stämmen, die Anlage einer Fallkerbe und der Fällschnitt am Stock, die Pflanzung von Bäumen und das Bestimmen von Schadbildern, Holzarten und Bäumen, Sträuchern und geschützten Pflanzen in strengen Zeitvorgaben gefordert. Auch hier zeigte sich, wer ein bisschen geübt hatte. Hier trat der Wettbewerbscharakter besonders deutlich hervor.

Den späten Nachmittag verbrachten Teilnehmer/innen, Richter/innen und Helfer/innen bei bester Stimmung mit einer sehr interessanten, kurzweiligen und begeisternden Führung durch das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum in Bad Sobernheim. Dabei tauchten sie in die - gar noch nicht so lange zurück liegende - sehr beschwerliche und gar nicht so romantische Vergangenheit der ländlichen Arbeits- und Wohnwelt ein. Der Abend klang dann bei einem leckeren Essen im Bonnheimer Hof in Hackenheim aus.

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Der Landesentscheid wäre nicht möglich gewesen ohne die tatkräftige Unterstützung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der DEULA und des Forstlichen Bildungszentrums Rheinland-Pfalz. Ein besonderer Dank geht an die Herren Ulrich Stohl von der DEULA und Herrn Matthias Grohs vom Forstlichen Bildungszentrum Rheinland-Pfalz, für die großartige und pragmatische Unterstützung und Zusammenarbeit. Allen ehren- und hauptamtlichen Richterinnen und Richtern sei gleichfalls für das Engagement für den Berufswettbewerb der deutschen Landjugend hiermit herzlich gedankt. Großer Dank geht aber auch an alle anderen Helfer des Wettbewerbes und nicht zuletzt an die großzügigen Sponsoren der Sachpreise: der RWZ Rhein-Main eG, den Firmen Stihl, Engelbert-Strauss und Kärcher, dem Landvolkverlag und vielen anderen. Bleibt abschließend der Wunsch, dass sich die Teilnehmer/innen des Landesentscheides, die sich für den Bundesentscheid qualifiziert haben, das Land Rheinland-Pfalz würdig vertreten und Platzierungen auf den vorderen Rängen mit nach Hause bringen. Die Landjugend Rheinland-Nassau wünscht ihnen schon jetzt ganz viel Spaß, viele neue Eindrücke, tollen Erfolg und drückt ihnen ganz fest die grünen Daumen.

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