Landjugend überreichte Erntekrone an Minister Dr. Volker Wissing

Im Anschluss fanden konstruktive Gespräche zu Themen der Landwirtschaft und des Weinbaus statt

 

Erntekronewissing

Ein Prachtstück wird in den nächsten Wochen das Foyer des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Mainz schmücken. Eine wunderschöne Erntekrone erhielt Minister Wissing in der vergangenen Woche von der mit zahlreichen Vertretern erschienenen Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände Rheinland-Pfalz.

Theresa Giloi, Vorsitzende der Landjugend RheinhessenPfalz, überreichte die, in diesem Jahr von der Landjugendgruppe Konken gebundene, Erntekrone als Symbol der Verbundenheit und des Dankes an Minister Dr. Wissing. Benjamin Purpus, Vorsitzender der Landjugend Rheinland-Nassau betonte, dass die Situation in Landwirtschaft und Weinbau gerade in diesem Jahr mit dem sehr langen und sehr trockenen Sommer sehr schwierig gewesen sei. In vielen viehhaltenden Betrieben fehlten genügend Futterreserven für den Winter und es müsse nach Alternativen gesucht werden. Jetzt nach der Weinlese lasse die erfreuliche Menge und Qualität beim Wein allerdings schon fast einen „Traumjahrgang“ erwarten. „Landwirte und Winzer müssen von ihrer Arbeit leben können“, so Minister Dr. Wissing, der sich sichtlich über die Erntekrone freute. Im anschließenden Gespräch stellte er sich den Fragen der Landjugendlichen und diskutierte mit ihnen. Er sicherte den Landjugendlichen im Rahmen der Möglichkeiten seine Unterstützung zu. Er wolle sich gemeinsam mit den Landjugendlichen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz einsetzen. Er habe auch keine Probleme damit,  seine Meinung, wo es notwendig sei, sehr deutlich zu vertreten, betonte Wissing weiter. Ihm sei es wichtig den Standort Rheinland-Pfalz zu sichern. 2018 sei für Landwirte und Winzer ein sehr schwieriges Jahr gewesen.

Ein wichtiges Thema für die Landjugendlichen war die Personalsituation an den DLRs. Sie machten sich besonders für einen Erhalt aller Berufs- und Fachschulstandorte mit einer ausreichenden Anzahl von Lehrkräften stark. Minister Wissing betonte, dass der Unterricht an den Berufs- und Fachschulen oberste Priorität habe und es auch Verbesserungen im Bereich der Besoldung gebe. Auch die Beibehaltung der Einheit von Beratung und Lehre war den Landjugendlichen besonders wichtig.

Die immer noch nicht ausreichende flächendeckende Breitbandversorgung im ländlichen Raum war ein großes Herzensthema der Landjugendlichen. Sie sei mittlerweile das entscheidende Kriterium, ob Unternehmen und Menschen in ihrer Region bleiben würden oder abwanderten. „Wir liegen im Plan und sind kräftig am Arbeiten. Der Staat ist insbesondere dort gefragt, wo es keine privaten Anbieter gibt. Das ist vor allem im ländlichen Raum der Fall“, so Minister Wissing. Mittlerweile sei das lückenhafte Handynetz das größere Problem, so die Landjugendlichen weiter. Alle Bemühungen im Bereich der Digitalisierung würden nichts nützen, wenn kein Handy- bzw. Smartphoneempfang gewährleistet sei. Hier sah Minister Wissing die Verantwortung auf Bundesebene. Es müsse darauf geachtet werden, dass bei der nächsten Versteigerung von Frequenzen an diese auch Bedingungen  geknüpft werden müssten, die ein flächendeckendes Handynetz in Deutschland gewährleisten würden. Im Land Rheinland-Pfalz sei der Aufbau einer „GeoBox“ in Arbeit, so Minister Wissing. Die GeoBox aus Rheinland-Pfalz solle die Grundlage für ein Geodatenportal für die landwirtschaftliche Praxis werden. Die Agrarminister der Bundesländer hätten beschlossen, dass der Prototyp aus Rheinland-Pfalz weiterentwickelt werden solle hin zu einer deutschlandweiten Drehscheibe für den Datenaustausch in der Landwirtschaft. Wichtig sei hierbei jedoch auch die Datensicherheit für alle Beteiligten.

Auch Themen wie die Neuabgrenzung der benachteiligten Gebiete, die fehlende Ausgleichszulage, ein funktionierendes Regionalmarketing bei dem heimische Produkte klar und deutlich erkennbar sein müssen, die Problematik rund um die Ferkelkastration, die Überbetriebliche Ausbildung auf dem Hofgut Neumühle und eine Nachfolgeregelung für die Hofabgabeklausel thematisierten die Landjugendlichen. „Ich bin für eine passende Nachfolgeregelung  für die Hofabgabeklausel,“ so Minister Wissing, „da bin ich ganz bei Ihnen.“

Abschließend dankte Theresa Giloi, Vorsitzende der Landjugend Rheinhessen-Pfalz,  Minister Wissing für das offene, zugewandte und konstruktive Gespräch, auch wenn in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nicht alle Themen zur Sprache kommen konnten. Minister Wissing machte abschließend deutlich, dass mit ihm ein Austausch immer möglich und ihm persönlich wichtig sei. „Sprechen Sie mich an, schreiben Sie mir. Es soll Spaß machen in Rheinland-Pfalz zu leben.“

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